Autor: johann

  • Jitterbug

    Wer beim Namen Jitterbug an schnelle Füße, fliegende Röcke und ausgelassene Paare denkt, liegt schon ziemlich richtig. Trotzdem ist Jitterbug nicht ganz so leicht einzuordnen wie Walzer oder Cha-Cha-Cha. Der Begriff bezeichnete vor allem in den 1930er- und 1940er-Jahren eine ganze Familie lebhafter Swingtänze. Häufig war damit der Lindy Hop gemeint, je nach Zeit und Ort konnten aber auch Elemente aus Charleston, Shag, Balboa oder später dem Jive dazugehören.

    Die Wurzeln liegen in der afroamerikanischen Tanz- und Musikkultur der USA. In den Tanzsälen und Juke Joints entwickelten Tänzerinnen und Tänzer zu Jazz und Swing immer neue Schritte. Eine besondere Rolle spielte der Savoy Ballroom in Harlem. Dort trafen unterschiedliche Tanzstile aufeinander, und dort wurde der Lindy Hop zu einer der großen Attraktionen der Swingära. Namen wie George „Shorty“ Snowden, Frankie Manning und die Whitey’s Lindy Hoppers sind mit dieser Entwicklung eng verbunden.

    Der Name klingt fast so lebhaft wie der Tanz. Das englische Wort „jitter“ lässt sich ungefähr mit Zittern, Nervosität oder Unruhe übersetzen, während „bug“ unter anderem Käfer bedeutet. Ein Jitterbug wäre demnach sinngemäß ein „Zitterkäfer“. Der Bandleader Cab Calloway machte den Ausdruck Mitte der 1930er-Jahre mit dem Lied „Call of the Jitter Bug“ und seinen Bühnenauftritten weithin bekannt. Dass er den Namen tatsächlich erfunden hat, lässt sich allerdings nicht sicher belegen.

    Was macht den Jitterbug nun aus? Vor allem die federnde Bewegung, das spielerische Führen und Folgen und die Freiheit, spontan auf die Musik zu reagieren. Die Paare tanzen meist in offener oder halb offener Haltung, wechseln aber immer wieder in eine geschlossene Position. Drehungen, Platzwechsel, Kicks und Break-Aways, bei denen sich beide voneinander lösen und eigene Schritte zeigen, gehören zum typischen Bild. Der Oberkörper bleibt dabei vergleichsweise locker, während Füße und Beine oft erstaunlich schnell arbeiten.

    Einen einzigen verbindlichen Grundschritt gibt es nicht. Manche Formen werden über sechs Schläge getanzt, andere über acht. Das ist kein Fehler, sondern gehört zur Geschichte des Jitterbugs. Als Sammelbegriff nahm er unterschiedliche regionale und tänzerische Varianten auf. Wer Lindy Hop tanzt, erkennt deshalb viele Bewegungen wieder; wer Jive oder Boogie-Woogie gewohnt ist, findet ebenfalls schnell vertraute Elemente.

    Besonders spektakulär sind die akrobatischen Figuren, die man aus alten Filmaufnahmen kennt. Bei sogenannten Aerials wird ein Partner gehoben, geworfen oder über Hüfte und Rücken geführt. Solche Figuren wurden vor allem von Showgruppen wie Whitey’s Lindy Hoppers berühmt gemacht. Auf einer normalen Tanzfläche gehören sie jedoch nicht zum Pflichtprogramm. Dort lebt der Jitterbug viel mehr von Rhythmus, Improvisation und dem sichtbaren Vergnügen beider Tanzpartner. Akrobatik sollte nur trainiert und mit ausreichend Platz getanzt werden.

    Getanzt wird im 4/4-Takt zu Swing, Jive oder Jump Blues. Der Rhythmus ist deutlich synkopiert und lädt geradezu dazu ein, mit der Musik zu spielen. Je schneller das Stück wird, desto kleiner und ökonomischer müssen die Schritte werden. Wer versucht, jeden Schritt besonders groß zu setzen, ist bei einem schnellen Big-Band-Stück ziemlich bald außer Atem. Gute Jitterbug-Tänzer wirken deshalb nicht hektisch, obwohl unter ihnen der Tanzboden bebt.

    Während des Zweiten Weltkriegs brachten amerikanische Soldaten den Jitterbug nach Großbritannien, Frankreich und in andere Teile Europas. Die freie, ausgelassene Art des Tanzens wirkte dort zunächst ungewohnt und manchmal sogar anstößig. Gerade das machte ihn für viele junge Leute interessant. Aus den amerikanischen Swingtänzen entwickelten sich in Europa später eigene Formen, darunter der Boogie-Woogie und der sportlichere Jive.

    Heute wird der Ausdruck Jitterbug nicht überall gleich verwendet. In historischen Zusammenhängen meint er häufig den ausgelassenen Swingtanz der 1930er- und 1940er-Jahre oder ganz allgemein das Swingtanzen. Einige Tanzschulen verwenden den Namen dagegen für einen vereinfachten Sechser-Grundschritt. Wer auf einer Tanzveranstaltung „Jitterbug“ hört, sollte daher nicht zu sehr über die genaue Schublade nachdenken. Entscheidend sind die Swingmusik, die Verbindung im Paar und der Spaß an der Improvisation.

    • Entstehung: Ende der 1920er- und in den 1930er-Jahren
    • Entstehungsort: USA, besonders die afroamerikanische Swingkultur
    • Takt: 4/4
    • Geschwindigkeit: meist etwa 30–50 Takte pro Minute
    • Grundschrittlänge: je nach Variante 6 oder 8 Schläge
    • Welttanzprogramm: Nein

     

    Typische Lieder für den Jitterbug

    Name Interpret
    Call of the Jitter Bug Cab Calloway
    Jumpin’ at the Woodside Count Basie
    Sing, Sing, Sing Benny Goodman
    A-Tisket, A-Tasket Ella Fitzgerald mit Chick Webb
    Jump, Jive an’ Wail Louis Prima

     

    Quellen:

  • Shag

    Der Shag war ein Modetanz in den 1930er- und 1940er-Jahren, der meist ebenso wie der Balboa auf schnellere Musik getanzt wurde. Zunächst entwickelte sich aus dem Lindy Hop auch der Lindy-Shag. Als „Collegiate Shag“ entstand der Tanz in den 1920er-Jahren in New Orleans durch junge Tänzer im College-Alter, die ihn zu Ragtime-Jazz tanzten.

    Seine Kennzeichen waren kleine, schnelle Schritte und eine enge Körperhaltung. Er wurde von den Paaren zu flotter Swingmusik praktiziert. In teilweise sehr enger Paartanzhaltung konnte man dabei, ausgehend vom Grundschritt: step- hop- step-hop -run- run, auch volle Tanzflächen besuchen. Besonders beliebt war der Tanz bei Jugendlichen, die dann oft spiegelverkehrt (mirror-moves) zu 120 Takten pro Minute (bpm) die gleichen Schritte ausführten.

    Im Süden der USA galt der Shag, der auch unter den Namen

    Carolina Shag (eher verswingt) und
    St. Louis Shag (sehr schnell) sowie
    Kansas-City-Shag
    bekannt wurde, als der Swingtanz schlechthin. Auch der Prep Step ist eine Shag-Variante. Der Arthur Murray Shag ist allerdings eher ein Teil des East Coast Swing und kam Mitte der 1950er-Jahre in Mode und hat nichts mit den Shags der dreißiger Jahre gemein.

    Der Shag war ein Modetanz in den 1930er- und 1940er-Jahren, der meist ebenso wie der Balboa auf schnellere Musik getanzt wurde. Zunächst entwickelte sich aus dem Lindy Hop auch der Lindy-Shag. Als „Collegiate Shag“ entstand der Tanz in den 1920er-Jahren in New Orleans durch junge Tänzer im College-Alter, die ihn zu Ragtime-Jazz tanzten.

    Seine Kennzeichen waren kleine, schnelle Schritte und eine enge Körperhaltung. Er wurde von den Paaren zu flotter Swingmusik praktiziert. In teilweise sehr enger Paartanzhaltung konnte man dabei, ausgehend vom Grundschritt: step- hop- step-hop -run- run, auch volle Tanzflächen besuchen. Besonders beliebt war der Tanz bei Jugendlichen, die dann oft spiegelverkehrt (mirror-moves) zu 120 Takten pro Minute (bpm) die gleichen Schritte ausführten.

    Im Süden der USA galt der Shag, der auch unter den Namen

    Carolina Shag (eher verswingt) und
    St. Louis Shag (sehr schnell) sowie
    Kansas-City-Shag
    bekannt wurde, als der Swingtanz schlechthin. Auch der Prep Step ist eine Shag-Variante. Der Arthur Murray Shag ist allerdings eher ein Teil des East Coast Swing und kam Mitte der 1950er-Jahre in Mode und hat nichts mit den Shags der dreißiger Jahre gemein.

    Quellen:

    • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel: Shag aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GFDL
    • Meine Tanzlehrer
    • Weitere kleinere Quellen aus dem Internet
  • Lindy Hop

    getanzter Lindy Hop

    Der Name Lindy Hop soll von Shorty George kommen. Als Shorty George Snowden während eines Tanzmarathons von einem Journalisten gefragt wurde, was er da eigentlich tanze, griff der erschöpfte Shorty einfach auf die aktuelle Zeitungsschlagzeile zurück: „Lindy Hops the Atlantic“.

    Lindy Hop ist ein Tanzstil, den Charleston, Break-Away, Step-Tanz, andere Jazz-Tänze, traditionelle westafrikanische, aber auch europäische Tänze prägten. Als Gesellschaftstanz wird er vor allem zu zweit getanzt, wobei der Spaß an der Harmonie, dem Austausch von Bewegungsideen während des Tanzes und an der Musikinterpretation im Vordergrund steht.

    Der Tanz entstand in den 1920er-Jahren in den großen Ballsälen New Yorks zur Musik der Big Bands, die die Jazzmusik zur orchestralen Swing-Tanzmusik weiterentwickelten. Eine besondere Bedeutung kommt dem größten, dem Savoy Ballroom in Harlem zu. Er war für alle Bevölkerungsschichten und Hautfarben offen, ein Schmelztiegel verschiedenster Tanzkulturen, in dem sich der Lindy Hop zu einer besonderen Attraktion entwickelte. Er zog Prominenz und High Society ins Savoy, was ihm über Harlem hinaus Beachtung verschaffte.

    Lindy Hop tanzendes Paar beim Sacramento Jazz Jubilee, USA (2006). Die Energie des Tanzes, die jazztypische Improvisation und die Offenheit für andere musikalische und tänzerische Einflüsse haben zu einem weiten Spektrum an typischen Bewegungselementen geführt, das sich bis heute weiterentwickelt und erweitert. Lange Zeit stilprägend war der sogenannte „Savoy Style“ von Whitey's Lindy Hoppers, einer Showtruppe, die ihren Stil in den 1930er- und 1940er-Jahren auf den Bühnen in den USA, Europa und Australien popularisierte. Frankie Manning war lange Zeit tänzerischer Kopf der Truppe. Er entwickelte unter anderem die ersten „Aerials“ (mit der Musik synchronisierte, nahtlos in den Tanz eingestreute Paar-Akrobatiken).

    Als die populäre Musik von Swing zu R&B und den Anfängen des Rock 'n' Roll weiterging und in den USA die Anfänge einer medial gestützten Pop-Kultur entstanden, entdeckten zunehmend mehr Teenager den Tanz und adaptierten ihn an die neuen Musikstile. Dieser Form gaben vor allem die Medien und die weiße Bevölkerung die gängige Bezeichnung „Jitterbug“ (jittery = nervös). Die GIs brachten den Tanz im und nach dem 2. Weltkrieg nach Europa. Hier entwickelte sich daraus unter dem Einfluss des etwas unterschiedlichen Sounds der europäischen Tanzbands und der tänzerischen Fertigkeiten der europäischen Mädchen der Boogie-Woogie.

    Lindy HopSeit Anfang der 80er-Jahre gewinnt Lindy Hop auch in Europa zunehmend Freunde. Im Jahre 2005 gab es in London und New York bereits eine mehrere tausend Tänzer umfassende Insider-Gruppe, aber auch in anderen Großstädten der überwiegend westlich geprägten Welt und anderswo (z. B. Peking, Tokio) trainieren Fans des Tanzes regelmäßig und veranstalten öffentliche Partys. Rund 1500 Tänzer aus der ganzen Welt pilgern jährlich für vier Wochen in das kleine schwedische Dorf Herräng: Die „Harlem Hot Shots“ (früher: Rhythm Hot Shots), eine der besten Profitanzgruppen der Stilrichtung, widmen dort seit 1982 dem authentischen afroamerikanischen Tanz (und prominent dem Lindy Hop) ein Tanzlager. Gezielt werden Zeitzeugen der 30er- bis 50er-Jahre mit aktuellen Protagonisten der Tanzform zusammengeführt.

    Über die Namensgebung „Lindy Hop“ kursieren verschiedene Geschichten, die überwiegend auf den New Yorker Tänzer „Shorty George“ George Snowden verweisen. Zeitzeuge Frankie Manning stützt diese Version: Als Shorty George Snowden während eines Tanzmarathons von einem Journalisten gefragt wurde, was er da eigentlich tanze, griff der erschöpfte Shorty einfach auf die aktuelle Zeitungsschlagzeile zurück: „Lindy Hops the Atlantic“.

    Eine andere Version berichtet, Lindy Hop habe ursprünglich nur „Hop“ geheißen. Der Name „Lindy“ sei erst 1927 im New Yorker Savoy Ballroom dem „Hop“ hinzugefügt worden – angeblich zum Gedenken an Lindberghs berühmten Flug über den Atlantik.

    • Entstehung: 1920
    • Entstehungsort: USA
    • Takt: 4/4
    • Geschwindigkeit: 25-60+ Takte pro Minute
    • Grundschrittlänge: 8 oder 10 Schläge
    • Welttanzprogramm: Nein

    Typische Lieder für den Lindy Hop

    Name Interpret
    At The Fatman Charlie Shavers And The Tommy
    Igloo Don Redman
    Swing Lover Indigo Swing
    Wir Tanzen weiter Orchester Stan Brenders
    Zieh die Schuh aus Roger Cicero

    Weitere Lieder, auf die man Lindy Hop (Swing) tanzen kann, finden Sie in der Tanzdatenbank .

    Quellen:

    • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel: Lindy Hop aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GFDL
    • Meine Tanzlehrer
    • Weitere kleinere Quellen aus dem Internet
  • Charleston

    Im Jahr 1923 waren es wohl wieder einmal die schwarzen Einwohner in den USA, die als Erste zu diesen Jazzrhythmen getanzt haben. Der Tanz hat sich danach wie ein Lauffeuer um die ganze Welt verbreitet. Eigentlich ist der Charleston ja eine Broadway-Melodie aus dem Musical „Running Wild“, das so ab 1923 aufgeführt wurde. Um die Charleston-Welle weiter voranzutreiben, wurden damals auf die Cover der entsprechenden Platten einheitliche Choreografien aufgedruckt, damit jeder eine Anleitung hatte, wie man Charleston tanzen konnte. Damit war der Siegeszug quasi schon eine beschlossene Sache.

    Charleston tanzendes Paar

    Eine Tanzbeschreibung von 1925 führt an: „Der Torso zittert, dazu die Bewegungen der Hüften, Schenkel und Hinterbacken. Auch die Hände sind aktiv, sie berühren alle Teile des Körpers wie in Ekstase. Dazu kommen die abwechselnden X- und O-Beine, damit verbunden die nach außen und innen gedrehten Knie und Füße. Der Tänzer kann seinen Rücken beugen oder gar in Hockstellung gehen.“

    Der Charleston ist ein extrem schneller Tanz. Bei 50–75 Takten pro Minute ist schon etwas Übung geboten. Ein Wiener Walzer hat bis zu 60, was schon schnell ist. Gewöhnliche Tänze sind so bei 30–50 Takten pro Minute zu finden. Grundlage für diesen Tanz sind isolierte Bewegungen. Das bedeutet, dass man in der Lage ist, einzelne Körperteile, wie die Arme und Beine, getrennt voneinander zu bewegen. Rudern mit den Armen und X/O-Kombinationen mit den Beinen sind typisch für den Charleston. Mit Beginn der Weltwirtschaftskrise 1929 konnten sich viele die Abendveranstaltungen nicht mehr leisten und der Tanz verschwand langsam wieder.

    Woher er kam:


    (Damals schon Vergangenheitsform!)

    Aber der Charleston kommt nicht von dem Gestade von Ohio, sondern von dem Harlem, dem Strom, der von den urspünglich holländischen Einwohnern von New York zu den Negern hinabgeflossen ist, die in ihren Kolonien am Gestade jeden Reiz des Lebens einschließlich schwarzer Kabaretts besitzen.
    Von diesen exotischen Schlupfwinkeln ist der Charleston auf allen Bühnen Amerikas geschleudert worden, wo einige der athletischsten jungen Frauen der Welt miteinander in dem Versuch wetteifern, ihr lockiges Haar von ihren hübschen Köpfen wegzuschleudern.
    Er passt — und „passt“ (Fit) ist ein gutes Wort, um es in dieser Verbindung zu gebrauchen — zur gegenwärtigen Tanzmode Amerikas. Der Bühnentanz ist zum größten Teil eine Art Gymnastik geworden. Einer der regelmäßigen „Stunts“ (Verrenkungen), die man überall sieht, wird z. B. von jungen Damen ausgeführt, welche beide Hände auf die Bühne legen und dann abwechselnd beide Beine auswerfen. Es ist eine Anstrengung, aber kein Tanzen. Solche Schwünge stehen über der gewöhnlichen Ausführung, aber es gibt Charleston-Amateure, welche zwanzig Schritte in ihrem Repertoire haben, mit denen sie die kühnsten Wettbewerbe eingehen.
    Es sind alle Anstrengungen gemacht worden, den Charleston in einen Gesellschaftstanz zu verwandeln, aber es wird enden, wo er begonnen hat, im Kabarett, sofern wir nicht dahin kommen, das Tanzen einer Nacht in zehn Minuten erledigen zu wollen.

    • Entstehung: ca. 1923
    • Entstehungsort: USA
    • Takt: 4/4
    • Geschwindigkeit: 30-60 Takte pro Minute
    • Grundschrittlänge: 8 Schläge entsprechen 2 Takten
    • Welttanzprogramm: Nein


    Typische Lieder für den Charleston

    Name Interpret
    Ain’t She Sweet Enoch Light
    Charleston Green Hill Instrumental
    El Golpe (The Entertainer) The New Orleans Banjo Band
    That’s My Weakness Now The Hot Chas
    That’s A Plenty Firehouse Five plus Two

    Weitere Lieder, auf die man Charleston tanzen kann, finden Sie in der Tanzdatenbank .

  • Balboa/Bal-Swing

    Der Balboa ist ein Tanz, der aus den 1930er- und 1940er-Jahren stammt. Entstanden ist er in einem Tanzlokal auf der Halbinsel Balboa. Um in dem total überfüllten Tanzlokal noch tanzen zu können, hat man dort einen Tanz erfunden, der extrem wenig Platz braucht. Die Tänzer stehen dabei sehr eng zusammen und berühren sich fast von der Hüfte bis zur Schulter. Diese Haltung macht es sehr einfach, mit dem Körper zu führen und ermöglicht sehr schnelle Drehungen und Figuren.

    Balboa ist ein Paartanz, der erstmals in den 1930er- und 1940er-Jahren in Mode war und sich auch heutzutage wieder einiger Beliebtheit erfreut; so ist er auf vielen regulären Swing- und Boogie-Camps fester Bestandteil im Programm.

    Ursprünglich wurde Balboa in meist 8 Zählzeiten (8-Count) in geschlossener Tanzhaltung getanzt und war durch trickreiche Fußarbeit gekennzeichnet.

    Balboa ist vor allem ideal bei voller Tanzfläche und macht Tanzen auf schnelle Musik besonders leicht, funktioniert aber auch bei langsameren Tempi. Bereichert um Drehungen, wie bei Boogie und Swing, wird Balboa zum Bal-Swing und besonders abwechslungsreich.

    Balboa hat 2 Grundformen:

    • Pure Balboa: Diese Version des Balboas wird sehr eng und mit viel Variation der Schritttechnik getanzt. Die Hauptschritttechniken beinhalten den single-time Balboa, double-time Balboa und triple-time Balboa.
    • Bal-Swing: In dieser Form öffnet das Paar die sehr enge Tanzhaltung, um Drehungen und Spins zu tanzen. Nach einer Figur kommt man wieder in die enge Haltung, d. h. wieder in die Pure-Balboa-Form.

    Einige der großen Balboa-Tänzer sagten oft: „We can't tell you how to dance Balboa, but we can tell you when you are not dancing Balboa.“

    Die Tänzer stehen sehr eng zusammen und berühren sich fast von der Hüfte bis zur Schulter. Diese Haltung macht es sehr einfach, mit dem Körper zu führen und ermöglicht sehr schnelle Drehungen und Figuren.

    • Entstehung: 1930
    • Entstehungsort: USA
    • Takt: 4/4
    • Geschwindigkeit: 32-60+ Takte pro Minute
    • Grundschrittlänge: 8 Schläge entsprechen zwei Takten
    • Welttanzprogramm: Nein

    Typische Lieder für den Balboa

    Name Interpret
    Boogie Woogie Bugle Boy Bette Midler
    Pearly Shells I Belli Di Waikiki
    I'm Walkin Fats Domino
    Scat The Swing The Bel Airs
    Sing, Sing, Sing Robert Kraft

    Weitere Lieder, auf die man Balboa tanzen kann, finden Sie in der Tanzdatenbank .

    Quellen:

    • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel: Balboa aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GFDL
    • Meine Tanzlehrer
    • Weitere kleinere Quellen aus dem Internet
  • Stil und Haltung

    Haltung im Standardtanz

    Als Einstieg in die Welt der Standardtänze möchte ich Ihnen die grundlegende Haltung vorstellen, die bei allen Standardtänzen wichtig ist. Die Tanzhaltung ist eng, wobei die Dame etwas links versetzt steht, damit der rechte Fuß des Partners zwischen die Beine gesetzt werden kann. Dies ist wichtig, um gemeinsam eine Drehung machen zu können.

    Für den Herrn ist es wichtig, seine rechte Hand am unteren, mittleren Rücken der Dame anzusetzen, während die linke Hand der Dame ganz oben auf den rechten Arm des Herrn gelegt werden sollte. Hier möchte ich noch einen Tipp geben: Legen Sie die Hand nicht einfach auf, sondern setzen Sie sie nur an, denn nach einer Stunde Tanzen wird sie sehr schwer. Die Führungshände sollten gefasst und beinahe ausgestreckt gehalten werden.

    Zu guter Letzt kommt noch die Kopfhaltung hinzu. Der Herr sollte nach links schauen, während die Dame aus Sicht des Herrn nach rechts schaut. Aus Sicht der Dame schaut sie nach links. In Ausnahmefällen, wie bei einer Promenade, dreht auch die Dame den Kopf nach rechts.

    Ich hoffe, diese Informationen sind für Sie hilfreich und inspirierend, und ich bin gespannt auf Ihre Anregungen und Verbesserungen.

    Wie ist jetzt der Tanzstil? Die Standardtänze sind geschlossene Tänze. Das bedeutet, dass die Grundhaltung fast durchgehend aufrecht gehalten wird und die Hände immer gefasst sind. Vorwärtsschritte sind immer Fersenschritte – sowohl beim Herrn als auch bei der Dame.

    Damit man nicht den Eindruck zweier tanzender Besenstiele erweckt, wird die Tanzbewegung durch Heb- und Senkbewegungen sowie durch Körperneigung angereichert. Das ist jedoch schon etwas für Fortgeschrittene und sollte beim ausgewiesenen Tanzlehrer vor Ort erlernt werden. Der Herr übernimmt die Führung, daran führt kein Weg vorbei. Er sollte sein Vorhaben rechtzeitig durch Druckimpulse (wichtig: nicht mit dem linken Arm führen) oder andere eindeutige Signale der Dame bekanntgeben. Denn woher sollte sie sonst wissen, was er vorhat?

    Im Welttanzprogramm definierte Standardtänze sind:

  • Wilde Geschichten?

    Man hört ja immer die wildesten Geschichten rund um das Tanzen.

    Was Benehmen und so weiter betrifft, kann ich euch versichern: Es ist alles ganz normal. Was anderswo Sitte ist, das ist auch dort Sitte. Aber nun zu den Tipps für Neulinge. Diese Dinge sind zwar meist Banalitäten, aber vielleicht doch ganz nützlich für denjenigen, der noch nie eine Tanzschule von innen gesehen hat.

  • Slowfox

    Paar tanzt Slowfox

    Der Name „Slowfox“ ist vor allem im deutschen Sprachraum gebräuchlich, international wird die Bezeichnung „Slow Foxtrot“ (engl. „langsamer Foxtrott“) bevorzugt. Ist aus dem Kontext klar, dass es sich um Slowfox und nicht um Foxtrott handelt – z. B. in Turnierkreisen –, wird er häufig auch nur „Foxtrott“ genannt.

    Der Slowfox ist ein typisch englischer Standardtanz. Er wird charakterisiert durch fließende, raumgreifende, weiche Bewegungen und verkörpert von allen Standardtänzen am besten das englische Understatement. Es wird gesagt, dass man beim Slowfox eine volle Tasse auf den Kopf der Dame stellen können muss, ohne dass ein Tropfen verschüttet wird. Charakteristisch ist die sehr ruhige und angespannte Haltung.

    getanzter Slowfox

    Die 4/4-taktige Musik ist aufgrund der Entwicklung dem Jazz nahe. Heute wird sie mit etwa 27 bis 29 Takten pro Minute gespielt. Die Schritte werden in „slow-quick-quick“-Folge gesetzt. Der langsame Schritt erstreckt sich über die ersten beiden Schläge (halber Takt), die schnellen dauern je einen Schlag (viertel Takt). Wegen der technischen Herausforderung, trotz der unterschiedlich schnellen Schritte eine extrem gleichmäßige Bewegung zu tanzen, gilt der Slowfox zu Recht als der König unter den Standardtänzen.

    • Entstehung: 20. Jahrhundert
    • Entstehungsort: England
    • Takt: 4/4
    • Geschwindigkeit: 27-29 Takte pro Minute
    • Welttanzprogramm: Nein

    Typische Lieder für den Slowfox

    Name Interpret
    Fever Elvis Presley
    I’m beginning to see the light Bobby Darin
    True Love Dean Martin
    Nobody but Me Lou Rawls
    Love And Marriage Frank Sinatra

    Quellen:

    • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Slowfox aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GFDL
    • Meine Tanzlehrer
    • Weitere kleinere Quellen aus dem Internet
  • Quickstep

    Paar tanzt Quickstep

    Der Quickstep wurde anfangs als „Quicktime Foxtrott und Charleston“ bezeichnet und übernahm das Chassé. Man kann ihn als den fröhlichsten und spritzigsten unter den Gesellschaftstänzen sehen. Nach dem 2. Weltkrieg machte er einen deutlichen Stilwandel durch, indem er durch kleine rhythmische Hüpfschritte erweitert wurde.

    Der Quickstep ist ein Standardtanz und hat sich aus Foxtrott und Onestep entwickelt. Aus der ursprünglichen Benennung „Quick Foxtrot and Onestep“ wurde der Mittelteil gestrichen und die Bezeichnung „Quickstep“ etablierte sich. Dieser wird statt mit zwei langen und zwei kurzen Schritten (wie im Foxtrott) mit einem langen Schritt und einem Chassé getanzt und ist daher in seiner Bewegung fließender als der Foxtrott. Er soll überquellende Lebensfreude ausdrücken und ist nach der Turnier- und Sportordnung (TSO) der letzte der fünf Standardtänze in Turnieren. Er wird von Tänzern auch als „Champagner unter den Tänzen“ bezeichnet, um das Spritzige und Freudige des Tanzes zu charakterisieren.

    getanzter Quickstep

    Die Technik des Quicksteps ist der des Langsamen Walzers recht ähnlich, vor allem beim Heben und Senken. Allerdings fallen die Phasen des Hebens und Senkens durch die Geschwindigkeit der Musik schneller aus als im Langsamen Walzer. Wird ein Schritt zum Heben verwendet, so wird der Fuß von der Ferse bis zum Ballen abgerollt, dabei werden die Knie jedoch nicht gestreckt. Beim Senken verfährt man entgegengesetzt, vom angesetzten Ballen wird das Gewicht auf den ganzen Fuß übertragen. Die hoch getanzten Schritte werden mit gestrecktem Fuß, aber trotzdem leicht gebeugtem Knie ausgeführt.

    • Entstehung: 20. Jahrhundert
    • Entstehungsort: USA
    • Takt: 4/4
    • Geschwindigkeit: 50-52 Takte pro Minute
    • Grundschrittlänge: 8 Schläge entsprechen 2 Takten
    • Welttanzprogramm: Ja

    Typische Lieder für den Quickstep

    Name Interpret
    As Long As I'm Singing Bobby Darin
    When You Smile Salter McDonald
    Twenty Tiny Fingers Alma Cogan
    Nah Neh Nah Schouts Klein
    No Strings Werner Tauber

    Quellen:

    • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Quickstep aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GFDL
    • Meine Tanzlehrer
    • Weitere kleinere Quellen aus dem Internet
  • Wiener Walzer

    Paar tanzt Wiener Walzer

    Der Wiener Walzer wird im Dreivierteltakt getanzt wie der Langsame Walzer. Er ist jedoch um ein Vielfaches schneller, ca. 3 Schritte pro Sekunde. Da kommt man schnell ins Schwitzen. Ein Drehwurm ist auch vorprogrammiert, es sei denn, man gönnt sich eine kleine „Schunkelpause“ oder dreht in die linke Richtung – was allerdings nur Fortgeschrittene können.

    Beim Wiener Walzer wird die Fläche gestürmt, da braucht man sich in der Regel keine Hoffnung zu machen, Platz für raumgreifende Schritte zu haben. Der Wiener Walzer kennt eigentlich keine richtigen „Figuren“, sondern nur Rechts- oder Linksdrehungen. Zwischendrin macht man, wie bereits erwähnt, eine „Dreh-Pause“, entweder weil der Weg versperrt ist, einem schwindlig wird oder einer der beiden Partner aus der Puste ist. Wer den Wiener Walzer technisch sauber und damit ästhetisch schön tanzen möchte, achtet auf eine gleichmäßige Drehung ohne Pausen, eine leichte Auf- und Abbewegung (beim größeren Vorwärtsschritt leicht in die Knie gehen) und eine leichte Körperneigung bei der Drehung. Damit sieht der Edel-Walzer dann perfekt aus.

    Der Walzer war zunächst wegen Unzüchtigkeit, z. B. weil die Fußknöchel der Damen sichtbar waren, aber vor allem wegen der ständigen Berührung der Paare verpönt. Er wurde zunächst sehr schnell getanzt und bekam erst im Lauf des 19. Jahrhunderts die heutige „schwebende“ Form. Offizielle Akzeptanz und sogar Beliebtheit gewann er durch den Wiener Kongress 1814/15. Die berühmten Musikstücke von Josef Lanner, Johann Strauß, dessen Sohn Johann Strauß und später Pjotr Iljitsch Tschaikowski machten ihn zu einer respektierten musikalischen Gattung (siehe Walzer (Musik)). In der Wiener Operette gegen Ende des Jahrhunderts stand der Walzer stets im Zentrum.

    In den 1920er-Jahren begann in Deutschland aufgrund gesellschaftlicher Veränderungen und internationaler Einflüsse das Walzersterben. Modernere, dynamischere Tanzformen aus Übersee setzten sich durch. In England war der Wiener Walzer nie heimisch geworden, dort tanzte man Boston Waltz oder später den Langsamen Walzer.

    Als Volkstanz wurde der Walzer zu Beginn der dreißiger Jahre vor allem in Deutschland und Österreich zunächst im Zuge einer volkstümlichen Mode und später als Bestandteil eines politischen Programms zur Ausgrenzung des „Undeutschen“ gefördert. Der ehemalige k. u. k.-Offizier Karl von Mirkowitsch machte den Wiener Walzer wieder gesellschafts- und turnierfähig, seit 1932 tanzt man den Wiener Walzer auf Turnieren. Der Nürnberger Tanzlehrer Paul Krebs verband 1951 die altösterreichische Walzertradition mit dem englischen Stil. Bei dem Tanzfestival in Blackpool im gleichen Jahr feierte er große Erfolge. Seitdem ist der Wiener Walzer als gleichberechtigter Standardtanz anerkannt, in das Welttanzprogramm wurde er 1963 aufgenommen.

    In Österreich wird mit dem Walzer „An der schönen blauen Donau“ traditionell das neue Jahr (in der Silvesternacht im österreichischen Fernsehen und einem Dutzend anderer Radio- und TV-Sender rund um den Erdball) begrüßt und er ist auf vielen Hochzeiten der Tanz des Brautpaares. Natürlich darf er bei dem Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker genauso wenig fehlen wie bei dem legendären Wiener Opernball, dem „Ball aller Bälle“.

    Typische Lieder für den Wiener Walzer

    Name Interpret
    A day in the Country Dean Martin
    After The Ball Is Over Nat King Cole
    An der schönen blauen Donau Strauß
    Que Sera Sera Doris Day
    Wonderful World Elvis Presley
    Fly, Away Lovers Alma Cogan
    • Entstehung: 1770
    • Entstehungsort: Österreich
    • Takt: 3/4
    • Geschwindigkeit: ca. 60 Takte pro Minute
    • Grundschrittlänge: 3 Schläge entsprechen einem Takt
    • Welttanzprogramm: Ja

    Quellen:

    • Dieser Artikel basiert auf dem Artikel Wiener Walzer aus der freien Enzyklopädie Wikipedia und steht unter der GFDL
    • Meine Tanzlehrer
    • Weitere kleinere Quellen aus dem Internet