Für das Tanzen außerhalb von Turnieren ist es nicht notwendig, sich aufwendig fein zu machen. Bequeme, normale Kleidung ist vollkommen ausreichend. Wie immer und überall gelten die normalen Gesellschaftsregeln: Erlaubt ist, was gefällt. Jeans und Sweatshirt habe ich schon genauso oft gesehen wie Bundfaltenhose und Hemd.
Was ich noch nicht auf Tanzabenden in der Tanzschule gesehen habe, ist ein echtes Tanzkleid oder Extremkleidung von Randgruppen (Punk, Gruftie). Nur mit den Schuhen ist das so eine Sache. Mit Turnschuhen wird man euch wohl kaum auf das Parkett lassen. Aber normale Slipper mit Ledersohle sind schon okay. Echte Tanzschuhe haben den Vorteil einer Wildledersohle, die optimalen Halt bei brauchbarer Drehfähigkeit bietet. Aber die habe ich auch erst im zweiten Jahr gekauft.
Wie gesagt, der oben genannte „Dresscode“ ist für den Übungsabend in der Tanzschule. Auf Tanzbällen ist das schon etwas anders. Da sind für den Herrn mindestens eine Stoffhose, ein Hemd und ein Sakko angesagt. Ein Anzug wäre besser, ist aber nicht zwingend. Herren im Smoking habe ich auch schon gesehen, wobei dieser unbedingt bequem sitzen sollte. Für Damen gilt, einfach gesagt: ein Abendkleid. Eine feine Bluse mit Rock ist schon eher „underdressed“. Ihr werdet euch auch im kleinen Schwarzen oder im Cocktailkleid gut angezogen fühlen. Jedenfalls haben meiner Meinung nach auf einem Standard-/Lateintanzball eine Jeans und/oder ein Sweatshirt nichts verloren.
Bei den großen Swing- oder Boogie-Veranstaltungen haben die meisten Leute Kleider im Stil der 1930er-Jahre an. Auch Jeans mit Boogie-Hemd habe ich schon gesehen. Das ist aber meiner Meinung nach nicht passend. Alles in allem ist der „Dresscode“ auf einem Swingball lockerer als bei einem Standard-/Lateinball, aber auch hier ist weder ein Pulli noch ein Sweatshirt passend.