Kategorie: Interessantes

  • Silvesterball: Rockin‘ New Year Jamboree

    Ballsaal Kolpinghaus München an Sylvester 2007

    Das Bild zeigt den Saal um 24:00,
    als fast alle sich das Feuerwerk ansahen.
    Darum scheint es so, als ob er leer ist.

    Der Rockin‘ New Year Jamboree von Bärbl Kaufer und Marcus Koch war aus meiner Sicht wieder ein voller Erfolg. Es spielten zwei Bands kräftig auf. Die Bel Airs (leider war es auch ihr Abschiedskonzert) und Chris Aron mit Band. Beide Bands haben durchwegs sehr gute Musik gespielt. Mir war es allerdings zuweilen etwas zu lebhaft. Das soll bedeuten, dass die Songs für mich nicht immer tanzbar waren. Musikalisch gesehen waren beide Bands, wie schon erwähnt, super. Der Ballsaal im Kolpinghaus war gut gefüllt und die Stimmung war durchwegs ausgelassen.

    Als kleines Rahmenprogramm haben Bärbl und Marcus einen kleinen Stroll mit allen Gästen aufgeführt. Das ist IMHO so was wie ein Clubtanz. Der Spaßfaktor war enorm, da kaum jemand den Tanz vorher kannte. Direkt im Anschluss haben sie einen „Snowball“ geleitet. Dabei werden am Anfang ein oder zwei Paare bestimmt, die mit dem Tanz beginnen. Nach einer kurzen Weile rief Marcus dann „Snowball“ und die beiden Paare sollten sich jemanden suchen, mit dem sie noch nie getanzt haben. Damit waren dann vier Paare auf der Tanzfläche. Nach dem nächsten „Snowball“ waren es dann acht Paare und so weiter. Schnell war der ganze Saal auf den Beinen und jeder tanzte mit vollkommen fremden Personen. Ich fand die Idee super.

    Lindy Balboa und Boogie Tanzende Paare

    Wie man auf dem rechten Bild erkennen kann, wurde durchgehend getanzt und die Stimmung war zu jedem Zeitpunkt sehr angenehm. Insgesamt war es ein schöner, kurzweiliger Abend. Ich würde jederzeit wieder hingehen. Leider wird es 2008 nichts, da wir zu diesem Jahreswechsel bereits etwas anderes vorhaben. Leider, denn, soweit ich es mitbekommen habe, spielt 2008 das Berliner Palast Orchester. Das hätte ich gerne gehört.

    Bilder vom Ball gibt es in dieser Galerie.

  • Stadt oder Land wo Tanzt es sich besser?

    Land Leben Wie ist das so mit dem Tanzen außerhalb der Ballungszentren oder ein Vergleich zwischen Land- und Stadt-Leben. Wer auf dem Land wohnt, kennt das vermutlich. Immer diese weiten Wege. Egal was man unternehmen will, eine Fahrt ist fast immer fällig. Ich selbst tanze Swing Tänze wie Boogie Woogie und Lindy Hop genau so wie die klassischen Standard und Latein Tänze. Für die klassischen Tänze ist es normalerweise noch relativ einfach geeignete Vereine zu finden. Bei Boogie wird das schon etwas schwerer. Swing gibt es auf dem Land so gut wie überhaupt nicht. Etwas abseits der großen Städte läuft fast allen in Vereinen ab. Eine Tanzschule zu gründen, das klappt einfach nicht. Das Publikum das gerne tanzt und auch bereit ist, etwas dafür zu bezahlen, ist meist schon in den Tanzvereinen unter gekommen. Von „Laufkunden“ kann aber eine Tanzschule nicht leben. In der Stadt ist das schon einfacher. Da konkurrieren meist gleich mehrere Tanztempel um die Gunst der Tänzer. Allerdings ist es mir irgendwie schleierhaft, wie die das Preisniveau ständig nach oben schrauben können.

    Bei Tanzpartys oder Tanzbällen sieht das kaum anders aus. Wenn auf dem Land eine Gaststätte versucht eine Tanzparty zu veranstalten, scheitert das häufig an der Anzahl der Teilnehmer. Mit Fünf bis Zehn Paaren eine Party zu starten ist da keine Seltenheit. So werden viele dieser Aktionen ganz schnell wieder eingestampft. Das mag auch wohl am veränderten Freizeitverhalten der gesamten Gesellschaft liegen. Das immer größer werdende Angebot an Freizeitaktivitäten drängt das Tanzenstadt-leben immer mehr in den Hintergrund. Die junge Generation hat wohl mehr von Power-Rafting und Paragliding als von schnöden rumgehopse auf der Tanzfläche. Was allerdings, dem doch sehr „ursprünglichen“ Freizeitverhalten Tanzen zu einer Revival verhelfen könnte sind diese Tanz Shows. Zuletzt war doch bei RTL eine Show mit dem Titel Let’s Dance. Das hat bei den Tanzschulen, aber auch wieder nur in den Ballungszentren, zu einem wahren Boom bei den Anmeldungen geführt.

    So ist für mich die Entwiklung doch irgendwie vorgezeichnet. Immer mehr werden in die Stadt fahren, weil dort die besseren Angebote sind. Darum werden die Teilnehmerzahlen auf dem Land weiter sinken und es wird noch weniger Angebote geben. Herr Kaiser würde sagen: „Ein Teufelskreis“. Diesen gilt es zu durchbrechen. In vielen Vereinen im „Outback“ sind ehrenamtliche Trainer am Werk, die sich für die Sache wirklich aufopfern. Sie organisieren Veranstaltungen, halten regelmäßige Trainings ab und sind meist auch noch für Sondervanstaltugen zu haben. Nur von der „mitnehm“ Gesellschaft wird das kaum mehr gewürdigt. Ich bin jedenfalls dafür, das die Arbeit der Trainer in den Vereinen mehr gewürdigt wird und möchte gleichzeitig, dazu aufrufen, selber einmal was aktiv zu werden oder mit zu Helfen. Wer immer nur alles konsumiert wird am Ende die Rechnung bezahlen müssen. Aber gut das ist etwas Abschleifendes.

    Zumindest ist es klar, dass in der Stadt die Tanzschulen von den Kunden leben können. Auf dem Land wohl eher nicht. Aber innerhalb eines Vereins herrscht eine ganz andere Kultur als in einem urbanen Tanzclub. Der Zusammenhalt innerhalb des Vereins ist von Anfang an doch ausgeprägter. Dadurch entsteht fast so was wie eine familiäre Atmosphäre. Wie auch immer Menschlich bleibt es schwierig. Besonders bei einem Hobby mit ausgeprägten Körperkontakt.

    Herzlich Grüße
    Jonny

  • 50 Jahre Rock! oder war es doch Rock ’n‘ Roll

    Als das ZDF 17.04.2004 eine Sendung heraus brachte, die den Namen „50 Jahre Rock“ ausstrahlte musste ich mich doch sehr wundern. Den Rock an sich gibt es ja noch gar nicht so lange. Das ist doch eine Musik Ausrichtung die sich erst in den Mittsiebzigern abgespalten hat. Wenn ich an Rock höre, denke ich an Gruppen wie suzi quatro mit 48 chrash oder die rolling stones.

    In dieser Sendung wurden die Musikstiele Rock’n’Roll und Rock immer wieder total vermischt und beliebig durcheinander gewürfelt. Wenn man nun davon ausgeht das alles einen Ursprung hat, dann kann man diese beiden Richtungen der Musik durchaus mischen.

    Alles was heute pop, funk, rock, u.s.w. heißt, hat einen Ursprung im Swing und Blues der 20er Jahre in den Ghettos der Schwarzafrikaner in den USA. Zu dieser Zeit wurde zu allen schnelleren Liedern der Swing getanzt. Wenn es etwas sanfter sein sollte dann kam der Blues zum Zuge. In den Anfängen der 20er wusste die weiße Bevölkerung in Amerika noch gar nichts von dieser Bewegung, da sie im allgemeinen Fieber das der Charleston ausgelöst hat, steckten.

    charlestonSo gegen Ende der Zwanziger spaltete sich der Swing. In den Großen Tanzsälen wurde jetzt Musik von Glen Miller und Benny Goodman gespielt. Wodurch der Swing erst so richt in den weißen Schichten der Bevölkerung Einzug hielt. Aber in so machen kleineren Bars wurde aus dem Swing der Boogie Woogie. Diese Art der Musik wird durch eine fließende schnelle Hand am Piano dominiert. Der Lindy Hop war eine weitere Abspaltung wobei im unterschied zum Boogie die Frauen bei Figuren losgelassen wurden.

    Im Gegensatz dazu wurden zu dieser Zeit in England die festen Regeln für die Geln Miller„normalen“ Tänze festgelegt. Der 1922 gegründete Tanzlehrerverband (ADTV) bemühte sich für Tango, Foxtrott, Walzer und Konsorten die festen Schritte und Figuren ein zu führen. In Deutschland war es noch schlimmer. Die Swing Musik wurde durch die Nazis in den 30ern ganz verboten. Nur manchmal Tanzte man Foxtrott dazu. Das half aber alles nichts. Die Glanzzeit des Swing war dann wohl so gegen 1936 als zur Olympiade Swing Musik gespielt werden durfte.

    Bill Hailey und ElvisJetzt machen wir in der Geschichte wieder einen kleinen Sprung zu 1951, der Rock’n’Roll war in den Startlöchern. Zu diesem Zeitpunkt waren die Lieder noch sehr stark Rhythm and Blues angehaucht. Das änderte sich schlagartig mit der als Ursprung des Rock’n’Roll geltenden Songs von Bill Haley: Rock around the Clock. Das war 12.04.54 und genau dieses Datum wurde vom ZDF als Aufhänger verwendet. Nur war, in meinen Augen, vom Rock wie wir ihn heute kennen noch nichts zu sehen. Nun war die Zeit des Rock’n’Roll gekommen. Elvis, Chuck Berry, Jerry Lee Lewis u.v.a. machten die schnelle und offene Tanzweise Weltberühmt. Dieser seit den funfzigern eingeführte Tanz ist auch heute immer noch zu finden. Allerdings mehr als Sport- oder Show-tanz in den Turn- und Sport-vereinen.

    Die eigentliche Geburtsstunde des Rock war wohl das berühmteste Konzert aller WoodstockZeiten: Woodstock im August 1969. Zu dieser art Musik konnte man sich frei bewegen, der Tanz als gemeinsamer Ausdruck von Mann und Frau war zu dieser Zeit nicht mehr gefragt. Jeder Tanzte für sich alleine. So ist der Rock’n’Roll wohl der Vater des Rock aber doch wohl nicht das gleiche.

    Quellen:
    http://www.tanzsportvereine.de/berlin/bcb/alles.htm
    http://www.return2style.de
    http://www.stern.de/unterhaltung/musik/?eid=522300
    http://www.worldofswing.com/